Soester Patenmahl beschert zauberhafte Feier in der Stadthalle

Etwa 70 Ehrenamtliche – darunter etliche Ratsmitglieder – sorgten dafür, dass die Gäste des Patenmahls in der Soester Stadthalle sich rundum wohl fühlen konnten

Soest - Das Winterwetter gab sich am Sonntag alle Mühe, ungemütlich zu sein. Doch die Besucher des Soester Patenmahls ließen sich nicht abschrecken. Einer kam sogar zu Fuß aus Hiddingsen.

Der Weg hatte sich gelohnt. Der Empfang in der Stadthalle hätte nicht freundlicher sein können. Christiane Mackesen als stellvertretende Bürgermeisterin, die Bördekönigin und das Jägerken standen bereit. Strahlende Gesichter überall, zuvorkommende Versorgung mit Getränken, ein festlich geschmückter Saal mit hübsch eingedeckten Tischen, eine wundervolle Bespaßung für die Kinder und ein Programm, das den Namen „Gala“ verdient hat. 

„What a Feeling“ sang Birte Gottwald mit Unterstützung der Burning Big Band von Patrick Porsch im Foyer und tatsächlich – was für ein Gefühl – in der Stadthalle herrschte zauberhafte Stimmung, noch bevor das Programm begann. Michael König war „überwältigt, froh und stolz“, dass alle Plätze besetzt waren. „Ich weiß, dass viele in freudiger Erwartung diesem Abend entgegen sehen und freue mich, dass die Resonanz so groß ist“, erklärt der Mitorganisator. Auch Judith Sümmermann von der Stadt Soest strahlte ob des „tollen Erfolges“. Das war noch am Anfang des Abends...

Patenmahl 2017

Schnell hatte sich die bunte Mischung aus Nationalitäten und Generationen an den Tischen eingefunden und gewohnt souverän startete Moderator Torsten Kickelbick mit dem Programm. die Schülerinnen des Soester Ballettstudios von Stefanie Feldmann spannten tänzerisch leicht einen Bogen von der Klassik in die Moderne. Den jungen Paaren der Tanzschule Kickelbick folgten die einen mit gebanntem Blick, die anderen wippten zu „Despacito“ und „Monster“. Christiane Mackensen betonte in ihrer kurzen Ansprache, wie vielen Menschen Dank gesagt werden müsse.

Immerhin wirkten mehr als 100 Kinder und Jugendliche mit. Etwa 70 Ehrenamtliche waren vor und hinter den Kulissen aktiv. Die bunten Cocktails, die Mitglieder der evangelischen Jugendkirche reichten, hob sie hervor. Vor allem aber Peter Morgenbrodt, dem Initiator, Torsten Kickelbick, Michael König von der Tafel und Rainer Renneke von der Stadthalle gebühre Dank und Anerkennung. Sie erntete großen Applaus.

Pfarrer Friedmann Kölling ließ es sich nicht nehmen, auf den Weihnachtsgedanken hinzuweisen: „Es liegt ein Zauber über diesem Fest.“ Um es zustande bringen zu können, sei so viel Liebe, so viel Arbeit, so viel Energie frei gesetzt worden. „Alle haben das Beste gegeben und das Schönste möglich zu machen. Und das will auch Gott. Er will uns das Beste geben, Liebe, Freude, Jubel. Wir spüren: Das ist Weihnacht.“

Die Akrobaten vom Zirkus San Pedro Piccolino zeigten im Anschluss eine begeisternde Show. Klassische Akrobatik wurde von einer Urwald-szene abgelöst, in der Forscher von einer wild jonglierenden Affenbande begleitet wurde. Ein Mädchen „arbeitete“ sogar mit unsichtbaren Bällen, ein anderes wirbelte zu „Feuerwerk“ mit bunt leuchtende Pois – eine zauberhafte Einlage noch vor der Vorspeise.

Pia Saatmann beeindruckte mit starker Stimme und wohl ausgesuchten Liedern. „Ein Hoch auf das war vor uns liegt“ bestätigte Pfarrer Kölling: „...dass es das Beste für uns gibt. Ein Hoch auf das was uns vereint..“

Peter Morgenbroth zeigte sich froh und glücklich, dass auch die vierte Auflage des Patenmahls so reibungslos über die Bühne ging. Es stecke viel Energie drin und sicher sei es einfacher, ein solches Projekt beim ersten, zweiten oder dritten Widerstand einfach sein zu lassen. „Aber der Gedanke, das diejenigen, denen es gut geht, denjenigen, denen es nicht so gut geht, eine Weihnachtsfeier wie diese ermöglichen, ist es wert, ihn mit aller Kraft zu verfolgen.“ Inzwischen haben sich viele Abläufe eingespielt. Inzwischen ist die Vorfreude bei den Gästen groß. Aber auch die Erinnerung an einen schönen Abend hält lange vor, weiß Michael König, der lange Zeit immer wieder darauf angesprochen wird. Und inzwischen tauchen junge Talente auf, die beim Patenmahl auf der Bühne stehen wollen.

So sprach die elfjährige Sinor El Omer Torsten Kickelbick an und erklärte ihm, ihr Auftritt sei im vergangenen Jahr mit Bürgermeister Ruthemeyer abgesprochen worden. Sie habe die Noten dabei. Kurzerhand stimmte Pia Saatmann „All I Want For Christmas Is You“ mit ihr an. Vielleicht war der Vortrag nicht durchgehend perfekt getaktet, aber er war wunderschön – wie der komplette Abend.

 

Quelle: Soester Anzeiger
Foto: Niggemeier

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